„Ein wuchtiger und richtungsweisender Schritt in die Zukunft!“

Einstimmig haben die Delegierten des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes die Einführung der neuen Kommunikationsstrategie des Bayerischen Blasmusikverbandes und den damit verbundenen Kommunikationsbeitrag. Damit wurde nach den Delegiertenversammlungen des Musikbundes von Ober- und Niederbayern und des Nordbayerischen Musikbundes der Weg für die neue „Blasmusik in Bayern“ endgültig frei.

ASM-Geschäftsführer Joachim Graf, ASM-Präsident Franz Josef Pschierer (MdL), BBMV-Geschäftsführer Andreas Horber

ASM-Präsident Franz Josef Pschierer zeigte sich erfreut und erleichtert über das einstimmige Votum „seiner“ Delegierten. „Dadurch geht ein deutliches Zeichen der Geschlossenheit von ganz Bayern aus“, freute sich der Präsident. Denn zuvor hatten auch die Delegierten des MON und des NBMB schon einstimmig ihre Satzungen geändert und die umlagebasierte Finanzierung der neuen und umfassenden Kommunikationsstrategie des Bayerischen Blasmusikverbandes ermöglicht.

Mit der „Blasmusik in Bayern“ ist das Herzstück der neuen gesamtbayerischen Kommunikationsstrategie nach wie vor eine gedruckte Zeitschrift. Sie wird elfmal pro Jahr erscheinen und automatisch an die beim Verband hinterlegte Postadresse der Mitgliedsvereine geschickt. Zusätzlich erhalten alle Blasmusiker kostenlosen Zugang zur Smartphone- und Tablet-App, mit der die Digitalausgabe der „Blasmusik in Bayern“ sehr komfortabel und mit großem Funktionsumfang zu lesen ist. Mit der Einführung der neuen Webseite www.blasmusikinbayern.de wird die Digitalausgabe dann auch am PC verfügbar sein.

Zusätzlich zur Print- und Digitalausgabe wollen die bayerischen Blasmusikverbände verstärkt auf dem Gebiet der Sozialen Medien tätig werden, um vor allem auch junge Musiker mit blasmusikalischen Informationen zu versorgen.

Daneben wird es verschiedene E-Learning-Angebote geben. Im Dirigierkurs des MON beispielsweise gibt es bereits Module, die Lerninhalte aus dem eigentlichen Lehrgang „auslagern“. So könne während der Dirigierkurse mehr Wert auf die praktische Arbeit gelegt werden, erklärte BBMV-Geschäftsführer Andreas Horber, der die Delegierten über die neue Kommunikationsstrategie informierte.

ASM-Geschäftsführer Joachim Graf erläuterte die umlagebasierte Finanzierung der neuen Kommunikationsstrategie. Im Vergleich zur Abnahme der bisherigen drei Pflichtexemplare der „Bayerischen Blasmusik“ sei die neue Finanzierungsform für weit über 90 Prozent der Vereine wesentlich kostengünstiger, zumal durch die Senkung des GEMA-Beitrags (der, wie der neue Kommunikationsbeitrag, ebenfalls pro Musiker über 18 Jahren erhoben wird), eine weitere Ersparnis ermöglicht wird.

Anfang Januar beginnt also ein neues Medienzeitalter für die Blasmusik in Bayern. Der Bezug der „Bayerischen Blasmusik“ endet für die Abonnenten automatisch, zuviel bezahlte Abogebühren werden vom DVO-Verlag zurückerstattet.

(Text & Bild: Martin Hommer)