CORONA-HILFSPROGRAMM LAIENMUSIK BAYERN

Am 1. Juli 2020 startet das Hilfsprogramm für die Laienmusik in Bayern. Antragsberechtigt sind Laienmusikvereine, die in einem der Laienmusik - Dachverbände Mitglieder sind. Förderumfang: nach Bedarf bis zu 1.000 Euro pro Verein zzgl. bis zu 500 Euro pro weiterem bereits gemeldeten Ensemble.

Seit dem Beginn des Lockdowns Mitte März haben die allermeisten Musikvereine keine Einnahmen mehr, die Ausgaben dagegen sind den Vereinen in vielen Fällen erhalten geblieben. Dirigentenkosten zum Beispiel, oder längst geplante und dann auch durchgeführte Anschaffungen von Instrumenten oder der Kauf von Notenausgaben für das Sommerkonzert. Die meisten Vereine refinanzieren solche Ausgaben durch Einnahmen bei ihren Auftritten – sei es durch Eintrittspreise oder durch am Ausgang aufgestellte oder her­umgereichte Spendenkörbchen. Diese Veranstaltungen fallen seit Mitte März aus, ebenso wie Auftrittsengagements der Vereine und Musikkapellen bei anderen Veranstaltungen.

Auch wenn nun ganz langsam und vorsichtig wieder Veranstaltungen stattfinden dürfen, wird dieses Jahr in den allermeisten Vereinskassen ein ordentliches Loch hinterlassen. Finanzielle Unterstützung verspricht hier das Hilfsprogramm der bayerischen Staatsregierung, das von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Staatsminister Bernd Sibler plakativ in einer Größenordnung von „10.000 mal 1.000 Euro“ angekündigt wurde. Sprich: 10.000 bayerische Laienmusikvereine sollen in den Genuss von jeweils 1.000 Euro kommen.

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Laienmusikvereine mit Sitz in Bayern, die Mitglied eines der Laienmusikverbände sind. Gefördert werden nach Auskunft des Wissenschaftsministeriums musikalische Aktivitäten der Vereine wie Konzerte, GEMA-Kosten, besondere Maßnahmen aufgrund von Hygiene- und Schutzkonzepten und Kosten für Ensembleleiter, die aufgrund der Corona-Pandemie von den Vereinen nicht (vollständig) getragen werden können. Die Förderung bemisst sich am Förderbedarf und beläuft sich auf bis zu 1.000 Euro pro Verein bzw. Stammorchester (zuzüglich bis zu 500 Euro pro weiterem Ensemble, das beim Verband gemeldet ist).

Anträge für ASM-Mitgliedsvereine können vom 1. Juli bis 31. Oktober 2020 direkt bei der ASM-Geschäftsstelle gestellt werden.

Förderfähig sind dabei Kosten für musikalische Aktivitäten, die ab dem 15. März, also dem Beginn des Lockdowns entstanden sind (und die nicht bereits durch andere Förderprogramme des Freistaats unterstützt wurden). Zu diesen musikalischen Aktivitäten zählen beispielsweise Konzerte (einschließlich der GEMA-Kosten, bei den Musikvereinen wären das die anteiligen GEMA-Gebühren, die an den Verband entrichtet wurden), Ausbildungskosten des musikalischen Nachwuchses, Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen, musikalische Aushilfen, Noten- und Instrumentenbeschaffungen. Einnahmen, die seit 15. März für musikalische Aktivitäten erzielt wurden, reduzieren natürlich den Zuschussbedarf.

Nicht förderfähig sind Kosten, die vor dem 15. März entstanden sind sowie laufende Vereinsverwaltungsausgaben wie Mieten für Probenräume, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge und Ähnliches mehr.

Jeder Verein muss übrigens eine Eigenbeteiligung von mindestens 10 Prozent der Kosten erbringen, so will es das Zuwendungsrecht. Wenn also ein Verein Gesamtkosten von 1.000 Euro geltend macht, würde sich die Förderhöhe auf maximal 900 Euro belaufen, weil 10 Prozent (100 Euro) an Eigenbeteiligung erbracht werden müssen.

Für musikalische Aktivitäten bis zum Jahresende sind auch Kostenschätzungen zulässig. Zur Antragstellung genügt ein sorgfältig und vollständig ausgefüllter Förderantrag.

Weiterführende Informationen und den Antrag finden Sie: hier

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